Episode III

Eigentlich fing der Kinoabend schon schlecht an - nach einer technischen Panne verzögerte sich der Start des Films, unendlich lange Werbung machte das Warten dann noch madiger. Doch als um kurz nach 10 (statt um 9 wie angekündigt) dann endlich das Lucasfilm-Logo über die Kinoleinwand flatterte war alles vergessen: Episode III konnte kommen.

In den ersten Minuten kam allerdings bei mir kein richtiges Star Wars Feeling auf. Die Effekte waren natürlich oberklasse, und die Flugsequenzen cool ohne Ende. Dennoch war mir persönlich der Handlungseinstieg zu plötzlich und erschien irgendwie unmotiviert. Doch sobald General Grievous auf der Leinwand erschien und sich unsere Jedi durch die ersten Androiden schnetzelten, kam das Star Wars-Feeling prompt zurück. Und auch die Lacher kamen vor allem am Anfang nicht zu kurz - irgendwie cool, dass die Killermaschinen eigentlich die Lachnummern des ganzen Films sind.

Von einigen Längen abgesehen war auch der Rest der 140 Minuten durchaus unterhaltsam. Die kamen vor allem in den Gesprächen zwischen Padme und Anakin, bei denen man manchmal wirklich die Schmalzspur am unteren Bildrand erahnen konnte, und deren abgedroschene Sprüche wirklich arg am Niveau gezogen haben und nicht an die schöne Liebesgeschichte aus Episode II heranreichten. Die Musik von Altmeister John Williams hat mich natürlich wieder in ihren Bann gezogen und die Handlung mit bekannten Themen und leicht modifizierten Varianten aus den nachfolgenden Episodes deutlich unterstützt. Schade nur, dass in der Endsequenz nicht noch einmal ganz laut der Imperial March zu hören war - das hätte gut gepasst.

Wirklich schlimm allerdings war die deutsche Synchro. Der Sprecher von Hayden Christensen klang wahrlich demotiviert, die Stimmveränderungen von Palpatine waren einfach nur schlecht gemacht, und Grievous erinnerte (bewusst?) an einen gewissen Österreicher aus der deutschen Vergangenheit.

Entschädigt hat dafür allerdings wieder die Füllung der Lücken zwischen Episode III und IV. Endlich wurde geklärt, warum denn Darth Vader in seinem Kampfanzug steckt - auch wenn das wohl beim Dreh von “A new hope” noch niemand so genau wusste. Toll auch die kleinen Hinweise auf Chewbacca, der Yoda rettet, und den Millenium Falcon, der durchs Bild flitzt.

Alles in allem ein gelungener dritter Teil des Star-Wars-Epos und ein schöner Kinoabend. Auf jeden Fall muss ich mir noch einmal die englische Fassung geben - ob ich dafür allerdings extra noch einen weiteren Kinobesuch einlege oder doch auf die DVD warte, bleibt zu sehen…

2 Antworten zu “Episode III”

  1. Ansgar sagt:

    dafür unbedingt einen weiteren kinobesuch! du wirst a) einen anderen film sehen und b) ist star wars die mutter aller “ich wurde fürs kino gemacht, nicht für mickrige fernseher”-filme ;-)

  2. Sven sagt:

    Hm, habe mich immer noch nicht dazu durchringen können, ihn auf Englisch zu kucken ;-)
    Ist er denn viel viel besser?