Don’t Panic!

Gestern war wohl deutschlandweit Hitchhiker-Tag. Und wir waren natürlich auch mittendrin, im Saarbrücker CinePlex. Nur eins hat uns gefehlt: Bademantel und Handtuch. Aber davon gab’s ja zum Glück genug – in einem außergewöhnlichen Film.

Die Erwartungen waren dank der Literaturvorlage natürlich hoch, aber irgendwie war auch klar, dass der Film einfach von der geschriebenen Story abweichen musste. Schon allein der Trailer lies dies erahnen. Doch schon von Anfang an zog der richtig schräge Film mich persönlich in seinen Bann, allein das Delphin-Lied entschädigte für den Eintrittspreis.

Vor allem am Anfang gefiel der Streifen durch seine Machart und die wirklich gut gewählten Schauspieler richtig. Auch die Optik stimmte immer: keine CGI-Kreaturen, nein, den Henson MuppetPuppet-Shop hatte man für die Vogonen gewählt, die Computer waren keine Hochglanzpolierten Star-Trek-Apparaturen, sondern hatten große Knöpfe. Eine weise Entscheidung, fügten sich so auch die teilweise trashigen Effekte in die ganze 70er-Atmosphäre des Films perfekt ein. Ebenso die Einträge aus dem “Guide”, die aus dem Buch übernommen und mit genial-übertriebenen Animationen hinterlegt waren.

Highlight natürlich: Marvin der manisch depressive Roboter. Kein moderner “I, Robot”-Character, sondern ein richtig knuddeliger Blechkumpan wie aus alten Sci-Fi-Filmen. Und jetzt kommt’s: Mit hat sogar die Synchro gefallen. Auch wenn der Sprecher von Ford manchmal etwas zu locker klang, es war richtig gut gemacht. Nur gegen Ende flachte der Film mit viel Gesülze etwas ab.

Alles in allem ein Filmabend, der sich wirklich gelohnt hat. Die Änderungen waren nicht wirklich schlimm, der Film kultig schräg und das Weizen vorher im Biergarten schön kühl. Wieder ein Film, der bald im DVD-Regal landet.

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