Die Da-Vinci-Verschwörung

Eigentlich schon gemein: Da schreibt jemand ein Buch, dass man nicht mehr aus der Hand legen kann. Bei dem immer “noch ein Kapitel” geht. Fast wie bei gutem Computerspielen merkt man auch bei “The Da Vinci Code” nicht, wie die Zeit vergeht. Ich hab’s jetzt hinter mir.

Dabei ist der Stoff und Inhalt des Buches eigentlich altbekannt - eine Schatzsuche nach dem heiligen Gral, Verschwörungstheorien und überraschende Bösewichte. Dan Brown versteht es aber - noch besser als in seinem Werk “Angels & Demons” - den Leser jederzeit bei der Stange zu halten. Die sympathischen Charaktere, allen voran Frontmann Robert Langdon (der im Film übrigens von Tom Hanks gemimt wird… nicht meine erste Wahl), begleitet man gerne auf der Reise durch Europa. Und auch das Verschwörungsgebäude, das Brown aufbaut, erscheint logisch und durchdacht.

Den Hype allerdings, der um den Roman ausgelöst wird, kann ich nicht verstehen. Die Story ist gut, aber nicht Literatur-Nobelpreis-Verdächtig. Ein Freund erzählte mir, im New Yorker Barnes&Noble gab es neben dem großen Dan-Brown-Regal ein ebenso gut gefülltes mit Sekundärliteratur. Also mit Büchern, die sich mit den Theorien von Dan Brown beschäftigen.

Ich denke, man sollte Fiktion einfach Fiktion sein lassen - auch wenn der Autor behauptet, alle Geheimsekten, Rituale und Plätze seien Fakt. Jeder kann für sich selbst aus den Aussagen über Jesus’ Leben als Mensch seine Wahrheit herauslesen - wirklich wissen werden wir nie, was vor knapp 2000 Jahren in Israel denn genau passierte.

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